The Beauty of Ballroom

30. September // Mi. // 18:15 // Kinosaal // Kino

Chan Sze-Wei. Philippinen, Singapur, Indonesien, Deutschland 2025. 96 Min.

Inspiriert von der schwarzen und lateinamerikanischen Underground-Ballroom-Kultur New Yorks gründen Sun, Teddy und Xyza eben solche Ballroom-Communities in Südostasien – als sichere Zufluchtsorte vor Homophobie, Transfeindlichkeit, Colorism und HIV-Stigmatisierung. Hier entstanden dann so genannte Houses – Ersatzfamilien, die sich zu Tanz-Battles trafen, die auf den ersten Blick unterschwellig aggressiv wirken, vor allem aber auch sexy und selbstermächtigend. Dass es am Ende aber nicht um den Sieg bei einem Tanzwettbewerb geht, sondern um das positive Ausleben einer Identität, davon handelt Chan Sze-Weis  Dokumentation The Beauty of Ballroom.

In loser Struktur folgt der Film drei Menschen aus asiatischen Großstädten, die in der Szene ihrer Heimatländer aktiv sind. Aus der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur stammt Teddy, mit markanten Tattowierungen auch im Gesicht, der das von Madonna einst für den Mainstream aufbereitete Voguing perfekt beherrscht. In Bangkok in Thailand lebt Aurora Sun Labeija, der erste Thailänder, der auf internationalen Balls tanzte und die Szene in seinem Land mit aufbaute. In seiner Kindheit lebte er als Adoptivkind in Norwegen, nun hat er wieder Kontakt zu seiner leiblichen Mutter, die im ländlichen Thailand lebt und stolz auf ihren Sohn ist. Und schließlich Xyza Ragunjan aus Manila, auf den Philippinen, auch auch bekannt als Mother Xyza Mizrahi, die zu den einflussreichsten Akteuren der philippinischen Ballroom-Szene zählt. Ihre Positionen und Titel verraten einiges über die internationale Vernetzung der Ballroom-Szene: Sie war International Mother des Iconic House of Mizrahi und Mitglied des Iconic Kiki House of Pinklady.

Mo.28.09.Di.29.09.Mi.30.09.Do.01.10.Fr.02.10.Sa.03.10.So.04.10.
18:15
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen