
Psychoanalyse und Film: Der Sog des Krieges – eine Familiengeschichte
22. September // Di. // 18:00 // Kinosaal // Kino
Christoph Boekel. D 2020. 118 Min. Dokumentation.
„Der Sog des Krieges“ ist ein Film über die zerstörerische Kraft des Krieges, über mentale Zerstörung und die Auswirkungen auf zukünftige Generationen. In den 1980-Jahren bekommt der Filmemacher Christoph Boekel die Feldpostbriefe und Tagebücher seines Vaters Walter Boekel (1914-1999) in die Hände. In ihnen berichtete der Offizier über die Zeit von 1943 bis zum Kriegsende aus seinem Einsatz in der Strafdivision 999. Ganz offen gibt er zu, sich als „Werkzeug in einer mächtigen Maschine“ zu verstehen; seine Aufzeichnungen sind ungefilterte Dokumente aus der Unmittelbarkeit des Krieges. Sie vermitteln, wie er sich gefühlt, gedacht und erlebt hat. Sie zeigen, wie Propaganda verführt und wie die Gesetze des Krieges die Menschheit zerstören. Im heutigen Kontext gelesen und verstanden, sind diese Notizen Warnungen für Spätgeborene.
Einführung und Leitung des Nachgesprächs: Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel
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