Zentralflughafen

29. Mai // Di. // 20:30 // Kinosaal // Kino

Karim Ainouz. D/BRA/F 2017. 97 Min. FSK 0. Dokumentarfilm

Berlin scheint eine besondere Verbindung zum Thema Flughafen zu haben. Nein, es geht in diesem Film nicht um den im Bau befindlichen Hauptstadtflughafen, sondern um den Tempelhofer Flughafen. Der bzw. das Tempelhofer Feld machte ja von sich reden als per Volksentscheid 2014 eine Bebauung zugunsten der Natur verhindert wurde. Und seitdem wird dort gejoggt, gefeiert, geradelt, gelegen, gegärtnert – also vieles getan, was zum Bereich Freizeitgestaltung gehört. 2015 brauchte Berlin Platz für Flüchtlings-Unterkünfte, und so zogen in einige Hangars des Flughafens, der 1923 errichtet wurde, einige Tausend Geflohene ein. In riesigen Hallen, zwischen Stahlträgern, in abgeteilten nach oben hin offenen Kabinen lebend, spielt sich in dem ehemaligen „Zentralflughafen“ Berlins eine Parallelwelt ab, die kaum kontrastreicher zu der des Freizeitfeldes sein könnte. Statt den freien Tag an der frischen Luft zu verbringen oder sich am Feierabend mit Freunden zu treffen, gehört das Warten zu einer der Hauptbeschäftigungen der Flüchtlinge. In dem ehemaligen Flughafen warten sie nicht auf ihren Abflug, sondern sie warten auf die Entscheidung, ob sie ankommen dürfen.

Wahlberliner Karim Ainouz beobachtet diese beiden Welten über einen längeren Zeitraum. Er begleitet einen jungen syrischen Flüchtling zum Deutschkurs, lässt ihn – wie auch andere Bewohner – über ihr einstiges Leben erzählen, erlebt mit ihnen ihr langsames Ankommen in diesen unwirklichen Hallen, ihre Hoffnungen auf ein neues Leben aber ebenso ihre Ängste und ihre Verbundenheit mit der alten Heimat.

Mo28.05.Di29.05.Mi30.05.Do31.05.Fr01.06.Sa02.06.So03.06.
20:3020:3020:30
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen
Der Inhalt wird geblockt.
Bitte erlaube Cookies und akzeptiere unsere Datenschutzbestimmungen, indem du auf Akzeptieren oder diesen Banner klickst.