Sterben

24. Mai // Fr. // 17:00 // Kinosaal // Kino

Matthias Glasner. D 2024. 182 Min. Mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld, Robert Gwisdek

Furios! Der neue Film von Matthias Glasner wartet mit einem hervorragenden Ensemble auf – deratig konzentriertes und intensives Spiel hat man lange nicht gesehen! Inhaltlich fordert die dreistündige, in ineinander verwobenen Episoden erzählte Familiengeschichte dem Publikum einiges ab, geht es doch immer wieder um die Frage, wie wir dieses Leben bewältigen – durch Aushalten oder durch Sterben?

Zur Handlung: Lissy Lunies ist Mitte 70 und lebt noch mit ihrem dementen Mann Gerd zusammen. Doch dieses Zusammenleben wird immer schwieriger – Gerd büchst aus und irrt orientierungslos durch die Nachbarschaft, während Lissy selbst mit akuten Gesundheitsproblemen zu kämpfen hat. Ihr gemeinsamer Sohn Tom erarbeitet dieser Tage gerade die Aufführung eines Orchesterwerkes mit dem Titel „Sterben“, das sein Freund Bernhard geschrieben hat. Die Arbeit daran läuft nicht ganz rund, denn allem Anschein nach bereitet sich Bernhard auf seinen Selbstmord vor. Richtig kümmern kann sich Tom allerdings nicht um seinen Freund, da er einerseits irgendwie seiner Mutter beistehen muss und andererseits mal wieder auf Hiobsbotschaften von seiner Schwester Ellen zu reagieren hat, die sich im chaotischen Strudel ihrer Lebensführung mal wieder in eine aussichtslose Beziehung gestürzt hat…

Der Titel des Films ist zugegebener Weise etwas deprimierend; der Film ist es phasenweise auch. Gleichwohl belohnt uns Matthias Glasners neues Opus mit intensiven und wahrhaftigen Szenen, die im Grunde immer von etwas viel schwierigerem als dem Sterben erzählen: vom Leben.

 

 

Mo20.05.Di21.05.Mi22.05.Do23.05.Fr24.05.Sa25.05.So26.05.
19:0017:00
19:00
19:00
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen