Stanley-Kubrick-Retrospektive: THE SHINING

22. Februar // So. // 20:00 // Kinosaal // Kino

Wiederholung der ausgefallenen Veranstaltung vom 30. Januar. Bitte nutzen Sie die am 30. Januar ausgegebenen Ticketgutscheine!

Stanley Kubrick. GB 1980. 119 Min. DCP. OmU. Mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Joe Turkel, Philip Stone, Lisa und Louise Burns, Billie Gibson.

Es soll eine Chance für die kleine Familie sein: Der aus dem Lehramt entlassene Jack Torrance nimmt eine Anstellung im historischen Overlook Hotel in den Bergen Colorados an. Während der Winterpause des Hotelbetriebs soll er sich um das Gebäude kümmern, die Heizung instand halten und überhaupt aufpassen, dass die weitläufige Anlage den harten Winter gut übersteht. Einsam wird es werden, und – der Hotelmanager Ullman erwähnt es pflichtbewusst – einer von Jacks Vorgängern auf diesem Posten ist wahnsinnig geworden und hat zuerst seine Familie und dann sich selbst getötet. 

Dennoch machen sich die Torrance’ frohen Mutes auf den Weg. Denn Jack, seine Frau Wendy und ihr 8-jähriger Sohn Danny können eine Auszeit gut gebrauchen. Jack hatte länger mit seiner Alkoholsucht zu kämpfen, selbst eine Trennung hatten die Eheleute schon erwogen. Nur Danny scheint eine Vorahnung zu haben, dass über den bevorstehenden Wochen ein dunkler Schatten liegt – nein, schlimmer, es sind blutgetränkte Visionen einer heraufziehenden Katastrophe. Denn Danny besitzt eine besondere Gabe. Er selbst schreibt sie seinem imaginären Freund Toni zu. Andere nennen es „Shining“: die Fähigkeit, böse Ereignisse vorauszusehen…

Ein Film, über den zumindest bei seiner Erstveröffentlichung keineswegs Einigkeit in der Meinungsbildung herrschte. Allen voran äußerte sich Stephen King, der Autor der Romanvorlage, dahingehend, dass er die Wärme seines Buches in der Kälte der Kubrick’schen Adaption nicht wiedererkennen könne und dass sich Nicholsons Darstellung in den Vordergrund dränge. Andere Stimmen monierten die langsame Erzählweise und die fehlenden Schocksequenzen. Und heute mag man kaum glauben, dass sowohl Kubrick als auch Shelley Duvall beide für die Goldene Himbeere nominiert waren – für die jeweils schlechteste Leistung in ihrer Kategorie!

Mittlerweile hat sich der Blick auf den Film geändert: THE SHINING zählt unangefochten zu den Meisterwerken des internationalen Horrorfilms. Und hier sind es insbesondere die dem langsamen Tempo geschuldeten Momente des aufsteigenden Wahnsinns sowie die rasanten Kamerafahrten durch die (nicht immer) leeren Hotelflure, die dem Publikum nachhaltiges Unwohlsein bereiten. Garniert ist die düstere Erzählung mit einer ganzen Reihe logischer Brüche und rätselhafter Verweise, mit deren seltsamsten – einer Fotografie aus dem großen Ballsaal – der Film endet.

Wiederholung der ausgefallenen Veranstaltung vom 30. Januar. Bitte nutzen Sie die am 30. Januar ausgegebenen Ticketgutscheine!


 

 

Mo.16.02.Di.17.02.Mi.18.02.Do.19.02.Fr.20.02.Sa.21.02.So.22.02.
20:00
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen