Stanley-Kubrick-Retrospektive: A CLOCKWORK ORANGE

14. Januar // Mi. // 20:30 // Kinosaal // Kino

ZUSATZVERANSTALTUNG WEGEN DER GROSSEN NACHFRAGE!

Stanley Kubrick. GB 1971. 131 Min. DCP. OmU. Mit Malcolm McDowell, Patrick Magee, Adrienne Corri, Michael Bates. Nach dem Roman von Anthony Burgess.

Im England der nicht allzu fernen Zukunft verbringt der junge Alex DeLarge seine Tage mit seinen einzigen Hobbies: Beethoven und Gewalt. Gemeinsam mit seiner Gang, den Droogs, lebt er seine Frustrationen und Desillusionierungen in abscheulichen Gewaltexzessen aus, vorzugsweise gegen Unbeteiligte und Schwächere. Die Droogs schlagen Obdachlose zusammen, begehen Einbrüche und vergewaltigen völlig enthemmt. Bei einem Überfall auf eine alleinstehende Frau wird Alex von einem der Droogs niedergeschlagen und von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Als das Opfer des Überfalls seine Verletzungen erliegt, wird Alex zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach zwei Jahren macht ihm der Staat ein Angebot: Er soll sich einer experimentellen Behandlung unterziehen, der sogenannten Ludovico-Technik, einer extremen Aversions- und Resozialisierungstherapie, die durch schockartige Konfrontation mit brutalen Bildern von Gewalt und Sex eine Heilung des Delinquenten bewirken soll. Alex kommt verändert aus dem Gefängnis, doch schnell holen ihn die Taten seiner Vergangenheit ein…

Ein hyperbürokratisierter Staat, der mehr als Selbstzweck denn zum Wohle seiner Bewohner existiert, eine Jugend, die sich in sinnloses Rumhängen und emotionslose Exzesse flüchtet, und eine Atmosphäre der Gewalt, die in der Filmgeschichte ihresgleichen sucht – in A Clockwork Orange entwirft Stanley Kubrick die düstere Zukunftsvision einer Gesellschaft im Verfall. Die überstrapazierte Floskel von den vermeintlich unvergesslichen Bildern trifft hier zweifelsohne zu, die Kostümierung, Raumgestaltung und nicht zuletzt die Umsetzung der Ludovico-Technik lassen einen nach dem Sehen des Films kaum mehr aus ihrem beunruhigenden Bann. Durch die eigenwillige Mischung aus Versatzstücken radikaler politischer Ideologien, eines Sprachmischmaschs aus Cockney-Dialekt und russischen Sprachfetzen und nicht zuletzt seiner ambivalenten Figurendarstellung entzieht sich A Clockwork Orange simplen politisch-psychologischen Deutungen und wirft stattdessen große Fragen auf. Und eins ist sicher: Nach dem Film wird man den großen Ludwig Van für immer mit anderen Ohren hören…

 

Die weiteren Termine in der Stanley Kubrick Retrospektive

19. Jan 2026: The Shining

26. Jan 2026: Full Metal Jacket

09. Feb 2026: Eyes Wide Shut

 

 

 

 

Mo.12.01.Di.13.01.Mi.14.01.Do.15.01.Fr.16.01.Sa.17.01.So.18.01.
20:30
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen