SLIME & ZSK

09. Februar // Sa. // 20:00 // Saal // Konzert

19:00

SLIME sind wieder da und wir brauchen sie dringender als je zuvor: „Hier und Jetzt“, das erste SLIME-Album mit neuen Liedern seit 1994, ist ein mitreißendes Dokument zur Zeit und auch musikalisch das bislang beste Album der Punklegenden. Keine Nostalgie, nichts klingt altbacken –der Titel ist weit mehr als nur Symbolik.Natürlich würde die Gruppe SLIME gerne auch mal darüber singen, wie schön das Leben in einer freien und solidarischen Gesellschaft ist, wo sich alle immer nur lieb haben. Allein: Die Verhältnisse geben das nicht her. Und so gibt es auch auf „Hier und Jetzt“ keine schönen Liebes-, Sauf-, und Fußballlieder, sondern es geht um neue und alte Nazis, Biedermänner und Brandstifter, Entsolidarisierung in neoliberalen Zeiten und um Gentrifizierung. Es ist also alles wie immer –und doch ganz anders. „Zum Beispiel sind thematisch durchaus einige Dinge hinzugekommen“, sagt SLIME-Gitarrist Christian Mevs. „Als großes Problem betrachten wir die Hinwendung zum totalen Individualismus, dieser extreme Narzissmus, zum Beispiel in den sozialen Medien, bedroht die Freiheit, weil damit eine Entsolidarisierung einhergeht.“ „Früher hat man sich gegen die Volkszählung aufgelehnt“, ergänzt SLIME-Sänger Dirk „Dicken“ Jora. „Heute geben die Leute ihre Daten ganz von selbst preis. Man macht sogar seine Bankgeschäfte selbst und zahlt dafür auch noch, und kaum einer scheint sich daran zu stören.“ Eine Entwicklung, die, so Michael „Elf“ Meyer „die hemmungslose Ausbreitung des Turbokapitalismus maximal begünstigt.“
Für ihre politische Haltung sind SLIME bekannt, sie ist ein elementarer Bestandteil ihres künstlerischen Selbstverständnisses. „Unsere wesentliche Motivation hat sich vom ersten Tag an aus dem dringenden Bedürfnis gespeist, Protestlieder machen zu wollen“, sagt Mevs. Insofern hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert auf „Hier und Jetzt“. Was in der öffentlichen Wahrnehmung der vielleicht wichtigsten deutschen Punkband aber traditionell zu kurz kommt, sind die enorme Musikalität und die stilistische Breite, mit der SLIME ihre Anliegen vermitteln –und genau dieser Aspekt wird sich spätestens mit dem neuen Album nicht mehr länger ignorieren lassen.Auch wenn schließlich alles innerhalb von vier Wochen in einem Rutsch im Studio aufgenommen wurde: Noch nie haben SLIME so lange über ein Album nachgedacht und so gründlich alles vorbereitet. Und diese Akribie hört man in jeder Note. Kein Ton auf „Hier und Jetzt“ klingt nostalgisch oder überholt. SLIME bewegen sich stilsicher von Reggae (die Gentrifizierungshymne „Ich kann die Elbe nicht mehr sehen“) zu Folk und Powerpop („Ernie und Bert in Guantanamo“). Mit den Rappern Swiss und Pablo Charlemoine von Irie Révoltés integrieren sie für das wütende „Patrioten“ HipHop, eingeleitet wird der Song mit der „Schandmal-Rede“ des AFD-Politikers „Bernd“ Höcke. Und gemeinsam mit Enrico von der italienischen Punkband Los Fastidios und Paul von den schottischen Wakes gelingt ihnen mit „Let‘s Get United“ eine kraftvolle Solidarisierungshymne gegen Ignoranz und neoliberale Individualisierung, die den Geist dieses Albums spiegelt wie kaum ein anderer Song.

„ZSK gehen konsequent den Weg weiter, den wir vor 40 Jahren eingeschlagen haben“ sagen SLIME
Es fühlt sich gut an mit der nächsten Generation zusammen auf Tour zu gehen und für die selbe Sache einzustehen.
Der Kreis schliesst sich, wir freuen uns sehr !

„Wir sind mit der Musik von SLIME groß geworden“, sagt Joshi von ZSK. „Jetzt mit dieser Band zusammen auf der Bühne zu stehen bedeutet uns sehr viel. Es wird großartig!“

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SLIME: www.youtube.com/watch?v=ID4lstARK0w
ZSK: www.youtube.com/watch?v=VpeVNh831eM

Tickets: 27,- € zzgl. Gebühren unter 0431 – 9 14 16, www.mittendrin-gmbh.de/ und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

€ 27,00 zzgl, Gebühr