Jota – Mehr als Flamenco

27. Dezember // Do. // 17:00 // Kinosaal // Kino

Carlos Saura. ESP/ARG 2016. 87 Min. FSK nn. Dokumentarfilm

Ein spanisches Sprichwort soll behaupten: Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe. Dabei scheint es egal zu sein, ob sich der Körper zu den Klängen des Boleros, Fandangos oder Flamencos bewegt. In diesem Film holt Regie-Altmeister Carlos Saura den in Spanien weit verbreiteten „La Jota“ aus dem Schatten seines großen Bruders, dem bei uns reflexhaft mit Spanien verbundenen Flamenco. Je nach Region wird der Jota in unterschiedlichen Ausprägungen getanzt, meist tragen die Tänzer und Tänzerinnen dabei die Tracht ihrer autonomen Gemeinschaft. Er erinnert ein wenig an den Walzer, da auch der Jota im Dreivierteltakt getanzt wird. Statt Geigen und anderen klassischen Orchesterinstrumenten kommen Gitarren, Lauten, Tamburine sowie Trommeln zum Einsatz. Die Liedtexte handeln beispielsweise von Liebe, Religion aber auch vom Patriotismus und der Unterdrückung während der Franco-Herrschaft.
Aber der Film präsentiert uns keine Hintergrundinformationen. Er erklärt nicht durch einen Off-Kommentator und lässt keine Experten zu Wort kommen. Er nimmt uns vielmehr mit auf eine visuelle Reise, bei der die Bilder der einzelnen Tanzdarbietungen vor beinahe traumhaften Kulissen für sich sprechen sollen. So erleben wir in einer optisch betörenden Mischung die mannigfachen Varianten des Jota in vielen Einzelszenen, die durch den Filmschnitt kunstvoll aneinandergereiht werden.

Mo24.12.Di25.12.Mi26.12.Do27.12.Fr28.12.Sa29.12.So30.12.
17:0017:0017:0017:00
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen
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