Die Schule auf dem Zauberberg

02. März // Sa. // 18:30 // Kinosaal // Kino

Radek Wegrzyn. D 2018. 87 Min. OmU. FSK k.A. Dokumentarfilm

Wie unterschiedlich doch die jeweiligen Schulalltage aussehen können: bedeutet er an manchen Schulen den Kampf mit den Auswirkungen ihrer baulichen Verfasstheit, sprich: nicht funktionierende Toiletten oder einstürzende Decken, geht es an anderen durchaus exklusiver zu. Eine davon ist die „Leysin American School in Switzerland“, die zu den fünf exklusivsten Schulen der Welt gehört. Gelegen in einer schweizerischen Traumlandschaft, verströmt das Gebäude eher die Anmutung eines exklusiven Hotels statt die einer Bildungseinrichtung. Auch der Innenbereich mit imposanten Räumen in Mamor oder edler Holzvertäfelung macht deutlich, dass der Erwerb der Schulausbildung hier nicht kostengünstig erfolgen kann. Genauer gesagt kostet ein Jahr an dieser Elite-Schule 92.000 $, Taschengeld und private Aktienpakete zum Verspekulieren nicht eingerechnet. Geboten wird neben der attraktiven Umgebung ein internationales Klientel, also viel Netzwerkpotential, und das grundsätzliche Ansinnen, innovative, mitfühlende und verantwortungsbewusste Weltbürger zu erziehen. Um nicht in Allgemeinheiten und Klischees stecken zu bleiben, begleitet der Filmemacher den aus einer steinreichen Istanbuler Familie stammenden Berk. Berk würde lieber bei seinen Freunden in Istanbul sein und eine eigene Bar eröffnen, statt in der Schweizer Luft sein Abitur machen zu müssen. So trifft der Zuschauer anfangs auf einen gelangweilten und genervten Berk, der dann allerdings Stück für Stück eine Entwicklung durchläuft, die der Film mit intensiven Blicken hinter die Kulissen des Schulalltages begleitet. Denn trotz seines materiell sorgenfreien Lebens spürt Berk den massiven Druck seines Vaters und die riesigen Erwartungen an ihn, die ihm die Suche nach einer eigenen Identität durchaus erschweren. Und so wird der Schulbesuch in der Schweiz für Berk allerdings doch zu einem Glück, denn man hat nicht nur die Erziehung zu einem „Weltbürger“ im Programm, sondern es bleibt viel Raum, sich um den Einzelnen mit individuellen Fördermaßnahmen zu kümmern. – Ein Dokumentarfilm ohne Promitratsch, dafür durchaus eine gute Gesprächsgrundlage zu den Themen Erziehung und individuelle Förderung.

Mo25.02.Di26.02.Mi27.02.Do28.02.Fr01.03.Sa02.03.So03.03.
16:4518:3018:30
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen
Der Inhalt wird geblockt.
Bitte erlaube Cookies und akzeptiere unsere Datenschutzbestimmungen, indem du auf Akzeptieren oder diesen Banner klickst.