Der letzte Jolly Boy (in Anwesenheit des Regisseurs)

31. März // So. // 15:00 // Kinosaal // Kino

Hans-Erich Viet. D 2018. 108 Min. Doku. (31.3. in Anwesenheit des Regisseurs)

1921 wird Leon Schwarzbaum als Sohn polnischer Juden in Hamburg-Altona geboren. Man kam über die Runden aber Leons Vater sucht nach besseren Lebensbedingungen, geht 1922 für ein Jahr nach Argentinien, um die Auswanderung der Familie vorzubereiten, doch hat die Mutter von Leon Schwarzbaum Heimweh nach ihrer oberschlesichen Heimat, nach Bedzin. Aus den Auswanderungsplänen wird eine Rückkehr in die Heimat zu der Familie. Das Ehepaar gründet eine kleine Bettdecken- und Daunenmanufaktur, der Sohn ist ein guter Schüler und ist Mitglied der Band „Die Jolly Boys“. Im September 1929 macht Leon sein Abitur und die Deutschen fallen in Polen ein. In Bedzin wird die Synagoge angezündet, es wird bald das Ghetto Kamionka eingerichtet, in dem aus Leon mit seiner Familie lebt. Es wird 1943 geräumt, die meisten Bewohner werden nach Auschwitz deportiert und werden sofort vergast. Leon Schwarzbaum hat Glück und überlebt, ebenso wie er zwei Todesmärsche überlebt. Auf der Suche nach einer neuen Heimat wird er jedoch in Bedzin nicht ansässig, kein Jude lebt mehr dort, willkommen ist auch Leon Schwarzbaum nicht. Sein Weg führt ihn über Stettin, Berlin, Amerika zurück nach Berlin, wo er Anfang der 50er Jahre schließlich seine Heimat findet. Er heiratet, betreibt mit seiner Frau ein Antiquitätengeschäft und erst im hohen Alter beginnt er von seinen Erlebnissen zu erzählen. Drei Jahre geht der Filmemacher mit dem hochbetagten Leon Schwarzbaum auf einen Roadtrip, auf die Suche nach der eigenen Identität. Er begleitet ihn beispielsweise zu Gesprächen mit Schülern in der ehemaligen Schule Schwarzbaums, beim SS-Auschwitz-Prozess gegen Reinhold Hannig, nach Auschwitz-Birkenau, in die Strafvollzugsanstalt Zeithain und last but not least in die Talkshow von Markus Lanz.

Mo25.03.Di26.03.Mi27.03.Do28.03.Fr29.03.Sa30.03.So31.03.
15:00
€ 7 / € 6, € 65 / € 55, € 4, € 7,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen
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