
Afterlives
18. Juni // Do. // 18:15 // Kinosaal // Kino
Kevin B. Lee. D/F/BE 2025. 88 Min. Englisch und Deutsch mit Untertiteln. Mit Kevin B. Lee, Morehshin Allahyari, Nava Zarabian, Anne Speckhard, Sebastian Baden, Bernd Zywietz, Yorck Beese, Katrin Radermacher.
In seinem ersten abendfüllenden Desktop-Dokumentarfilm für das Kino setzt sich Filmemacher Kevin B. Lee kritisch mit den historischen und digitalen Spuren extremistischer Propaganda auseinander und hinterfragt, wie Bilder von Gewalt zirkulieren, sich wandeln und fortbestehen. Zwischen virtuellen und physischen Umgebungen bewegend, begegnet der Film einer Künstlerin, einem Aktivisten und einer Forscherin, die das Erbe des gewaltsamen Extremismus nutzen, um neue Bilder und Erzählungen zu schaffen – und damit neue Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen. Im Mittelpunkt steht die Figur der Medusa – ein Opfer von Gewalt, deren Blick die Betrachter zu Stein verwandelte –, die als Symbol sowohl für die Gefahren als auch für das transformative Potenzial des Sehens herangezogen wird. Von Museumsarchiven bis hin zu KI-generierten Rekonstruktionen untersucht der Film, wie Machtstrukturen, die von der kolonialen Vergangenheit bis ins digitale Zeitalter reichen, die Art und Weise prägen, wie wir Gewalt sehen und in Erinnerung behalten. Können wir jemals wirklich hinschauen, ohne uns mitschuldig zu machen? Und gibt es einen anderen Weg, sich zu kümmern?
Wir präsentieren den Film gemeinsam mit dem Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien, CAU, und David Höwelkröger.
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