Teheran Tabu

18. November // Sa. // 18:30 // Kinosaal // Kino

Ali Soozandeh. D, A 2017. 96 Min. FSK 16. Mit Elmira Rafizadeh, Arash Marandi

Pari, Babak, Sara und Donya – das sind vier junge Menschen, die in der Hauptstadt der Islamischen Republik Teheran leben und sich durchlavieren. Um sich und ihren Sohn Elias ernähren zu können, arbeitet Pari als Prostituierte. Ihr Mann sitzt im Gefängnis, verweigert die Scheidung, und ohne Unterhaltszahlungen ist Pari auf sich allein gestellt. Sie verkauft sich an Männer, die für ihre eigenen Töchter andere Moralvorstellungen vertreten. Sie verkauft sich an einen Richter, der ihr die Scheidung in Aussicht stellt. Der junge Musiker Babak trifft Donya. Man hat unverbindlichen Sex, doch dann meldet sich Donya bei Babak, um ihm zu erzählen, dass sie in wenigen Tagen heiratet. Dazu muss sie Jungfrau sein, also ein intaktes Jungfernhäutchen vorweisen können. Babak soll Geld für die Wiederherstellung auftreiben. Sara ist schwanger von ihrem Ehemann Mohsen. Doch sie würde gerne arbeiten, raus aus dem traditionellen Haushalt, aber das erlaubt ihr Mann nicht. Irgendwann überkreuzen sich die Lebenswege aller. – Wären Geschichten wie diese Episoden aus der Lindenstraße oder Rote Rosen, hielte man sie für idotischen Kitsch. Im Iran sind sie bittere Realität. Der Film bedient sich dem Rotoscope-Verfahren – Schauspieler agieren vor der Kamera, anschließend werden die Bilder animiert.

Mo13.11.Di14.11.Mi15.11.Do16.11.Fr17.11.Sa18.11.So19.11.
18:3018:30
20:3020:30
€ 6 / € 5, € 55 / € 45, € 3, € 6,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen