Schnipo Schranke

15. November // Mi. // 20:00 // Saal // Konzert

19:00

Wir haben wirklich Glück mit Schnipo Schranke. Dass in einer Zeit, in der alles Gestörte, Neurotische entweder zu riesigen Funmonstern aufgeblasen oder unter den Teppich gekehrt wird, plötzlich diese beiden Songwriterinnen um die Ecke gekommen sind.
Als vor anderthalb Jahren das Debüt von Daniela Reis und Fritzi Ernst alias Schnipo Schranke herauskam, war man irgendwie irritiert bis begeistert: Dass diese beiden jungen Frauen so derbe Sachen zu so entzückenden Melodien singen.
Sie haben nicht locker gelassen und weiter getextet und komponiert, immer weiter:
Auch um klar zu machen, dass die wirklich derben Sachen nichts mit „Pimmel“ oder „Pisse“ singen zu tun haben.
Sondern mit Liebe, Tod, Vergangenheit, zum Beispiel. „Singer/Songwriter“ im deutschen Kontext, da denken wir alle an Männer mit Bart und Hut, die Stadien füllen, in dem sie sentimental von Heimat oder Früher singen. Aber Früher und Heimat sind nicht sentimental und Liebe ist nicht dieses Schmusegefühl. Heimat sind auch die Schatten der Vergangenheit und Liebe ist auch einsam auf dem Baum sitzen und warten, bis du endlich mal lüftest.
Fassungslos dem Tod ins Gesicht schauen. Von all dem handeln die Songs von Schnipo Schranke.
Es geht um’s Sich-Aushalten-Müssen, ums Eingeliefertwerden, um Dope, auf Tour sein – zum Beispiel am 15.11. in der Kieler Pumpe!

€ 16,00 zzgl, Gebühr