Dokumentarfilmsommer: Dialoge

04. August // Fr. // 18:30 // Kinosaal // Kino

Carmen Blazejewski. D 2016. 103 Min.


In dem kleinen Mecklenburger Dorf Jamel behauptet sich das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer gegen Bewohner, die zum Großteil der rechten Szene angehören, unter anderem mit dem alljährlich stattfindenden Musikfestival „Jamel rockt den Förster“. Für ihr vielfältiges Engagement gegen Rechts wurden sie mehrfach ausgezeichnet und sind international bekannt. Nur ein Dialog mit Neonazis ist für sie unvorstellbar. Während Lohmeyers sich in der Mitte unserer Gesellschaft kreativ und individuell verwirklichen, ist der Gestaltungsspielraum des jungen Neonazis Michael Ebach persönlich wie sozial eng begrenzt. Wir bringen ihn in unserem 100minütigen Dokumentarfilm künstlich (Split Screen) und künstlerisch mit Lohmeyers zusammen und zeigen, wie anstrengend, schwierig, aber auch unumgänglich der Dialog gerade mit Menschen wie Ebach für uns und die Zukunft unserer Gesellschaft ist. „Wir müssen unsere Komfortzonen verlassen. Wir müssen uns auch für Argumente öffnen, die uns fremd sind“, forderte Bundespräsident Gauck am 11.3.16 in Bautzen, damit der Hass nicht gefährlich wird und keine Brandsätze fliegen. Gewidmet ist der Film dem früh verstorbenen Mario Pentzien, der in unserem Film Dialogmöglichkeiten für beide Seiten aufmacht. „Wer nicht schießen will, muss reden“, das ist mit Willy Brandt das Resümee unseres Filmes.

Mo31.07.Di01.08.Mi02.08.Do03.08.Fr04.08.Sa05.08.So06.08.
18:3018:3018:30
€ 6 / € 5, € 55 / € 45, € 3, € 6,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen