Die letzten Männer von Aleppo

21. März // Di. // 16:30 // Kinosaal // Kino

Feras Fayyad, Steen Johannessen. DK/Syrien 2016. 110 Min. OmU. Dokumentation

Seit Jahren tobt der Bürgerkrieg in Syrien, mit zehntausenden Toten und Millionen Vertriebenen. Die nordsyrische Stadt Aleppo ist dabei zum Synonym für die Zerstörung geworden, zu einem Mahnmal für die Zerstörung, den Krieg des Assad-Regimes gegen das eigene Volk, die Vernichtung von Menschenleben und Kulturschätzen, aber auch für den Widerstand. Ein Aspekt der Rebellion sind die so genannten Weißen Helme, die den Himmel beobachten, nach Bombern Ausschau halten und losstürmen, sobald irgendwo in der ohnehin stark zerstörten Stadt eine weitere Bombe eingeschlagen ist. Unter Einsatz ihres Lebens, oft mit bloßen Händen, versuchen sie in den Trümmern nach Überlebenden zu suchen oder zumindest die Toten, oft auch nur einzelne Körperteile zu bergen, um zumindest ein den arabischen Riten folgendes Begräbnis zu ermöglichen. Was die von Fayyad, Johannessen und ihren diversen Kameramännern im Laufe eines Jahres eingefangenen Bilder in erster Linie auszeichnet, ist ihre große filmische Qualität. Keine verwackelten Handkameraaufnahmen haben sie zusammengetragen, sondern meist hervorragend kadrierte Breitwandbilder, die das kaum mögliche Leben in Aleppo in eindringlichen Bildern zeigen. Eine differenzierte Schilderung der politischen Situation ist diese Dokumentation kaum. Eher ein Heldengesang auf fraglos heroische Männer, die unermüdlich ihrer selbst gestellten Aufgabe nachgehen. Im Fall von Khaled gar bis in den Tod: Gegen Ende der Dreharbeiten kam der Retter selbst ums Leben.

Mo20.03.Di21.03.Mi22.03.Do23.03.Fr24.03.Sa25.03.So26.03.
16:3016:30
€ 6 / € 5, € 55 / € 45, € 3, € 6,
Aufschlag ggf. bei Überlänge, Begleitung mit Livemusik und Sonderveranstaltungen