Dia-Multi-Visions-Show mit Roland Marske

11. Februar // So. // 15:00 // Saal // Dia-Vortrag

14:30

15:00 Uhr – Zwei Esel auf Pilgerreise
von Istanbul nach Jerusalem
Jerusalem ist das Ziel, aber eigentlich steht der Weg dorthin im Mittelpunkt, als ich mich aufmachte, auf dem langen und beschwerlichen Landweg, um den Spuren der Kreuzfahrer und Pilger des Mittelalters zu folgen.
Begleitet wurde ich von dem Esel Yussuf, der sich als treuer Weggefährte entpuppte, willig das Gepäck trug und mit seinem liebenswerten Eigensinn so manches Abenteuer selbst heraufbeschwor.
Die Reise führte uns zunächst quer durch die Türkei. Von Istanbul mit seinen Sultanspalästen und Moscheen ging es entlang der Mittelmeerküste und durch die kargen Ebenen Zentralanatoliens in die bizarre Landschaft Kappadokiens.
In Syrien führte der Weg durch Wüstenlandschaften vorbei an antiken Ruinenfeldern über Aleppo nach Damaskus. Ich hatte die Reise 2010 gemacht, ein Jahr später begann der Bürgerkrieg. Ich werde auf die aktuelle Situation im Lande eingehen.
Durch Jordanien ging es schließlich durch biblische Landschaften nach Israel.
In einer Zeit, in der gerade in Anbetracht schneller Transportmöglichkeiten der zurückgelegte Weg keine Rolle mehr spielt, wurde die Reise zu einer Wiederentdeckung der Langsamkeit.
Der Esel erwies sich dabei als eine großartige Brücke zu Begegnungen mit den Menschen. Gerade durch sie erschloss sich die Kultur und Geschichte eines Weges, an dem unzählige Zivilisationen blühten und vergingen und Landschaften voller Geschichte und Geschichten hinterließen. Und so führte die Reise auch zu den Ursprüngen des Glaubens, denn hier entstanden die drei großen monotheistischen Religionen. Jerusalem, das Ziel, ist sowohl Christen als auch Juden und Muslimen gleichermaßen heilig.
Es ist ein sehr persönlicher, immer wieder überraschender Bericht, mit dem ich Sie auf meine wohl außergewöhnlichste Reise mitnehmen möchte. Es ist ein Bericht, der durchdrungen ist von der archaischen Kraft der Wanderung, abenteuerlustig, sehnsuchtsvoll, komisch und liebenswert.

17:30 Uhr – Neuseeland
200 Tage Auszeit
Wer träumt nicht auch manchmal davon, einfach mal auszusteigen, den Alltagsstress hinter sich zulassen und möglichst weit weg zu fahren? Zumindest für ein paar Monate möchte das wohl jeder irgendwann einmal machen. Ich habe mir diese Auszeit genommen und war über ein halbes Jahr in diesem Traumland.
Die Bilder, die ich von dieser Reise mitbrachte, entführen in ein einzigartiges Naturparadies und die Geschichten, die ich dazu erzähle, lassen Sie an den schönsten Erlebnissen teilhaben: Zum Beispiel an den Schwierigkeiten, den komischen Wappenvogel der Neuseeländer zu fotografieren oder an der Einladung zu einer traditionellen Zeremonie der Maori, am Fotoshooting mit Walen, Delphinen, seltenen Pinguinen und den größten Seevögeln der Welt. Oder aber an der schottischen Starköpfigkeit in Dunedin, dem Besuch eines alten Einsiedlers, der fernab jeglicher Zivilisation im tiefen Fjordland lebt, am Gefühl mit einem Seil um die Füße von einer Brücke zu springen, an der Bekanntschaft mit Papageien, die alles zerstören, was ihnen vor den Schnabel kommt und natürlich immer wieder an den überwältigenden Naturerlebnissen in Neuseelands schönsten Nationalparks. Nirgendwo sonst liegen die unterschiedlichsten Landschaften so dicht beieinander: Grandiose Küstenlandschaften, Regenwälder und Riesenfarne, vulkanischer Feuerzauber, Alpengipfel und Gletscher.

20:00 Uhr – Kanada
24311 km – 64 Elchsichtungen – 49 Grizzlys – 16 Eisbären
Kein anderes Land lässt bei der Nennung des Namens tiefer durchatmen, kein anderes Land wird spontaner mit Weite und Wildnis in Verbindung gebracht. Und das schönste ist: Die Klischees sind wahr.
Kanada ist ein Land, wo man auf der immer enger werdenden Erde den Traum von Freiheit und Abenteuer noch ausleben kann. Und genau das habe ich gemacht. Ein dreiviertel Jahr reiste ich vom Atlantik bis zum Pazifik und weiter zum Polarmeer durch das zweitgrößte Land der Erde. Meine Bilanz: 24.311 zurückgelegte Kilometer, 64 Elchsichtungen, 49 Grizzlys und 16 Eisbären!
Kanada hat jedoch nicht nur eine „wilde“ Seite. Neben „Natur pur“ locken auch
quirlige Metropolen mit typisch amerikanischen Wolkenkratzern und Altstädte mit europäischem Flair. Und so spannt sich in dieser fulminanten Multi-Visions-Show der Bogen von den sturmgepeitschten schroffen Küsten der Atlantik-Provinzen, den geschäftigen Metropolen und der seenreichen Wildnis in Québec und Ontario, den weiten Prärieren in Sasketchewan und Manitoba, den mächtigen Rocky Mountains in Alberta und der ungebändigten Pazifikküste in British Columbia bis in die farbenprächtige Tundra des Yukons und in die arktische Einsamkeit des weiten Nordens – der Heimat der Eisbären.
Kanada verzaubert durch eine Vielfalt, die ich für sie in atemberaubenden Bildern auf Großbildleinwand bringe, sodass sie das Gefühl haben, selbst auf einer Reise durch dieses Traumland zu sein.

Kartenvorverkauf: Konzertkasse Streiber

€ 9,00 zzgl, Gebühr, € 11,00