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Moonrise Kingdom

Suzy ist die einsame große Schwester, die aus dem Leuchtturmhaus ihrer verbitterten Eltern flüchtet. Sam ist der Junge aus dem Waisenheim, der nicht in der Gemeinschaft der Pfadfinder angekommen ist, aus deren Ferienlager er desertiert. Zusammen haben sie den Plan zu einem großen Abenteuer geschmiedet. Im letzten Jahr war es Liebe auf den ersten Blick, in diesem Jahr sind sie auf abenteuerlicher Flucht durch die Wildnis der Atlantikinsel New Penzance, Neuengland.Das Jahr ist 1965. Eltern (Bruce Willis & Francis McDormand), Pfadfinderleiter (Edward Norton), Inselsheriff (Bruce Willis) und Jugendamt (Tilda Swinton) sind den Zwölfjährigen auf den Fersen.

Den detailversessenen, mühelos zwischen rührender Charakterstudie, Klischees, Komödie und unbeschreiblicher Eigenart changierenden Film macht vor allem aus, dass er das sommerliche Aufbruchsgefühl und den Geist kindlich-jugendlichen Willens zum Absoluten auf die Leinwand und in die Herzen der Zuschauer zu transportieren vermag. Moonrise Kingdom ist dabei seinen beiden Hauptfiguren respektvoll verpflichtet, ohne ihnen zu nahe zu treten. Ein wenig Francois Truffaut und Michel Gondry klingt an, der Film bleibt jedoch vor allem ein typisches Werk seines Regisseurs Wes Anderson.

Wie immer gibt es bei ihm viel zu entdecken und aufzudecken, bevor der Zuschauer in versöhnlicher Melancholie entlassen wird: Pfadfinder-Schick, Kindertheater, Jugendbuchillustrationen, Hank Williams und Francois Hardy, immer wieder Musik von Benjamin Britten, Bill Murray, Katzen, Trampolinakrobatik, die Magie von Ferngläsern, Kino über das Kino, Geschichten über Geschichten, Plakatives und Subtiles. Von den Titelcredits bis zum Abspann ein durchkomponiertes Vergnügen mit einem tollen Schauspielerensemble, allen voran Kara Hayward und Jared Gilman, die in den Hauptrollen für magische Kinomomente sorgen.

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